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Speed & Highspeed 3D-Druck

Warum schnell Drucken ? 

Seid wir uns mit 3D Druck auseinandergesetzt haben, war die Geschwindigkeit stets von großem Interesse um schneller und somit produktiver 3D Drucke erstellen zu können. Ein FDM Drucker der mit 100mm/s druckt, wird doppelt so schnell ein Teil fertigstellen als ein anderer Drucker der mit lediglich 50mm/s druckt. Soweit klar und verständlich, doch ganz so einfach ist es dann doch nicht. 

 

Im Grundegenommen gibt es nämlich einen viel entscheidenderen Faktor als die Geschwindigkeit der Mechanik beim Druck selbst, nämlich der Output an Kunststoff / Zeiteinheit oder besser gesagt cm³/min. 

 

Nehmen wir einen 3D Drucker der mit einer 0.4 mm Düse bei 100mm/s druckt, was ziemlich schnell erscheint. Es werden 3 Äußere Linien (Perimeter) mit einer Gesamtdicke von 1.26mm für das Objetk verwendet und eine Füllung (Infill) von 50%. bei einer automatischen Einstellung der Slicersoftware von  0.42mm. Sowohl Perimeter, als auch Infill fahren mit 100mm/s.  

Drucker Nr. 2 dagegen, fährt nur mit 80mm/s, daher 20% langsamer. Es wird das selbe Objekt gedruckt wie auf Drucker Nr.1, allerdings sind 2 Perimeter, anstatt 3 eingestellt, mit einer Liniendicke von jeweils 0.63mm. Die Gesamtdicke der Aussenhaut des Objets bleibt daher identisch bei 1.26mm. Ebenfall wird die Infilldicke manuell verdoppelt. 

Drucker Nr. 2 muss jetzt für die Aussenhaut nur 2 anstatt 3mal umfahren und spart so 30% gegenüber Drucker Nr.1. Ausserdem werden durch den dickeren Infill auch hier weniger Linien gefahren und Zeit eingespart. Zusätzlich entsteht ein sauberer Druck durch die langsamere Fahrt und weniger Vibrationen in der Maschine. 

 

Eine weitere Methode die Druckgeschwindigkeit zu maximieren ist das Verhältnis zwischen Perimeter- und Infillgeschwindigkeit anzupassen. Die Erklärung hierzu ist ganz einfach. Perimeter sieht man, den Infill nicht. Ab einer bestimmten Geschwindigkeit werden Drucke nicht mehr sauber. Wieso also nicht den Perimeter langsamer Drucken als den Infill ? 

 

Die Lösung ist ganz einfach.

Anstatt der 80 bzw. 100mm/s aus dem vorherigen Beispiel, drucken wir mit 70/80 und 110mm/s. Den Infill drucken wir mit 110mm/s, da dieser nicht nicht perfekt aussehen muss muss, sondern lediglich die Gesamtstabilität gewährleistet. Den inneren Perimeter drucken wir mit 80mm/s, so ist eine saubere Basis für die Aussenschicht gegeben. Und letztlich die äusserste Haut. Die Drucken wir besonders sachte, bei 70mm/s. Eine perfekt Aussenfläche ist das Ergebniss, gleichzeitig wird diese Linie noch einmal besonders den anderen Aussenlinien verschmolzen, da durch den langsameren Fluss eine höhe Schmelztemperatur entsteht und die Linien noch besser miteinander haften.